Shadow Sadness siegt im Frühjahrs-Preis des Bankhauses Metzler 

Das der im Besitz des Stalles Weiss-Blau stehende Shadow Sadness ein richtig gutes Pferd ist, das wussten wir schon, und so sind wir auch mit ein wenig Hoffnung und Mumm auf eine gute Platzierung nach Frankfurt in dieses Gr.3-Rennen über 2.000 Meter gegangen.

Shadow Sadness hat uns nicht enttäuscht, er hat uns aber auch nicht so groß überrascht. Es war fantastisch anzusehen, mit welchem Biss er dieses Rennen gewinnen wollte. Sein Jockey Rene Piechulek hat die Order klasse umgesetzt, absolut die Ruhe bewahrt und ihm ein perfektes Rennen serviert.

Herzlichen Glückwunsch an den Stall Weiss-Blau!

Vom "Schatten" ins Rampenlicht: Shadow Sadness sorgt für eine Sensation

15.000 Zuschauer trotzdem am Sonntag dem Regenwetter auf der Galopprennbahn in Frankfurt und wurden Zeugen einer absoluten Sensation: Im Frühjahrs-Preis des Bankhauses Metzler – Stadtrat Albert von Metzler-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m) gewann mit dem dreijährigen Soldier Hollow-Sohn Shadow Sadness der größte Außenseiter im achtköpfigen Feld. Zur Mega-Quote von 299:10 steigerte der bisher nach zwei Starts noch sieglose Hengst seine Vorformen noch beträchtlich und triumphierte für den in Weilerswist bei Köln beheimateten Trainer Christian von der Recke in dieser wichtigen Vorprüfung für das Deutsche Derby am 5. Juli in Hamburg. Dort soll er auf den Spuren von Sea The Moon wandeln, der vor einem Jahr hier in Frankfurt und im Blauen Band siegte.

Shadow Sadness überlief vom letzten Platz auf der Zielgeraden sämtliche Gegner. Bis dahin hatte Space Cowboy vor Areo, Mohadjer und Fair Mountain das Rennen bestimmt. Der Favorit Rogue Runner war einen Rang vor dem späteren Sieger auszumachen. Im Einlauf fächerte das Feld breit auf. Doch mit erstaunlichem Endspurt spurtete Shadow Sadness ganz an der Außenseite zum Sieg. Dieser Hoffnungsträger verdiente nun 32.000 Euro für seine Besitzer, den Stall Weiss-Blau. Dahinter verbergen sich Klaus Dobeck und Michael Hermann aus Gernsheim bei Frankfurt. Dieses Team hatte schon vor Jahren einen Gruppe I-Sieger über Hindernisse gezogen, auch Shadow Sadness stammt aus ihrer Zucht. Im Sattel saß der immer mehr auf sich aufmerksam machende Rene Piechulek, der vor wenigen Tagen 28 Jahre alt wurde.

Trainer Christian von der Recke, der fast auf den Tag genau vor zehn Jahren sein 1.000 Rennen als Trainer gewonnen hatte, wirkte keineswegs überrascht: "Das Pferd hat sich immer weiterentwickelt. Zuletzt in Köln lief nicht alles optimal. Wir hatten schon berechtigte Hoffnungen. Jetzt geht es für Shadow Sadness ohne weiteres Vorbereitungsrennen ins Derby."

"Weiss-Blaues"-Wunder durch Shadow Sadness im Metzler-Preis

Alles hatte sich am Sonntag in Frankfurt im Vorfeld des zur Gruppe III zählenden und mit 55.000 Euro dotierten Frühjahrs-Preis des Bankhauses Metzler Stadtrat Albert von Metzler-Rennen über 2000 Meter wohl innerlich schon auf den nächsten Wöhler-Coup eingerichtet.

Doch es kam wie so oft im Leben anders, denn keines der "gemeinten" Pferde gewann die im vergangenen Jahr von Sea The Moon gewonnen Derby-Vorprüfung sondern der längste Außenseiter im Feld. Shadow Sadness (299:10) aus dem Quartier von Christian von der Recke, unterwegs immer hinten, überlief in der Zielgeraden alle Gegner und sorgte für ungläubige Gesichter. Unter Rene Piechulek hielt sich der in Besitz des Stalles Weiss-Blau stehende Soldier Hollow(link is external)-Sohn aus allem heraus und kam so auch nicht in Nöten, als der lange führende Space Cowboy (Roland Dzubasz/Adrie de Vries) Mitte des Einlauf nicht gerade blieb und Jens Hirschbergers später zweitplatzierten Areo sehr nahe kam, was eine Überprüfung durch die Rennleitung zur Folge hatte. Doch die Stweards beließen es beim ursprünglichen Einlauf. Zwischen Areo und Space Cowboy, der am Ende Vierter wurde, belegte Andreas Wöhlers Fair Mountain (Eduardo Pedroza) Rang drei. Der Favorit der Prüfung, Rogue Runner (Andreas Wöhler/Oisin Murphy), musste bei seinem dritten Start seine erste Niederlage hinnehmen. Er lief immer im hinteren Teil des Feldes und kam in der entscheidenden Phase einfach nicht weiter. Am Ende war es Rang fünf für den in Besitz von Qatar Racing stehenden King's Best-Sohn.

Den Sieger wird man erst in Hamburg wieder sehen. Wie Christian von der Recke zu verstehen gab, geht der Soldier Hollow-Sohn nun ohne weitere Umwege ins Blaue Band von Hamburg-Horn.

Sadness looses his maiden tag in style

The Gr.3 Fruhjahrs-Preis, the feature race at Frankfurt, went to the maiden Shadow Sadness. The three-year-old son of Soldier Hollow was held up in last and went wide as the field turned into the straight. Though edging left, he made headway to make his challenge in the straight, soon taking the lead and staying on well to beat Areo (Medicean) by a length and a half, with Fair Mountain (Tiger Hill), three parts of a length away in third. He ran twice last year, including finishing fifth in a sales race and, after making his seasonal reappearance at Cologne, he stepped up markedly on his previous wins to get off the mark yesterday. Bred by Michael Hermann, he is a half-brother to the Gr.3 Schwarzgold Rennen winner Survey (Big Shuffle), out of Shadow Queen (Lando), who comes from the family of the multiple Group winner and young sire Sommerabend (Shamardal) and the Gr.1 Hollywood Turf Cup winner Sanagas (Lomitas).

(03.05.2015)