Nicht nur im Führring die Number One: St Stephens Green 

Es war kalt und nass am heutigen Renntag in Dortmund. Das änderte sich aber schlagartig als St Stephens Green (IRE) (E.-A. Wahler) im Agl.III der ersten Tagesprügung seinen Vorsprung immer weiter ausbaute. Sage und schreibe 13 Längen führte er als er den Zielpfosten passierte.

Es konnte einem schon ganz schön warm werden als St Stephens Green und seine Reiterin Lillie Marie Engels eiskalt die vordere Gruppe ziehen ließ. Gegenüber überholte der bereits neunjährige Ire das Feld auf der über 2.500 Meter führenden Distanz mit seiner raumgreifenden Galoppade in aller Ruhe. Es war eine Augenweide zu sehen mit welcher Leichtigkeit er, nach drei zweiten Plätzen, die Gegner verlor. Große Freude auch bei Tochter Antonia, die ihr Lieblingspferd täglich im Training reitet … und natürlich am Führzügel war.

Das St Stephens Green über genügend Klasse verfügt hat er bereits unter der Regie von W. Mullins auf dem Curragh 2018 gezeigt, als er ein hochdotiertes Handicap über 3.200m gegen 12 Pferde gewann.

In der dreijährigen Prüfung über 1.800m hatte der Trainer auf Orihime den meisten Mumm. Die Stute packte in der Geraden auch sehr gut an, fand aber dann, ausgerechnet von ihrem Trainingsgefährten Shadow Star, die zunächst offene Passage versperrt. So kam es, dass Shadow Star zweiter wurde und Sir Chancealot mit dem dritten Platz ein gelungenes Deutschland Debüt gab. Unglücklich dagegen Orihime, die am Ende fünfter wurde. Ein Nachspiel hatte es hingegen: Shadow Stars Reiterin Frau Vogt erhielt von der Rennleitung ein zweitägiges Reitverbot.

Riesig lief endlich Stall Wollins Bahama Moon. Mit einem respektablen zweiten Platz empfahl er sich für die kommenden Aufgaben in St. Moritz beim Skikjöring.
(19.01.2020)